Das Ende der Bahnstraße in Überherrn mündet in einen Wiesenweg Richtung Bist und Richtung Grenzlinie. Während der heutigen Grenztour bin ich mit Emma permanent auf einem schmalen Wanderpfad grenznah unterwegs.
Das Naturschutzgebiet „Bistaue Landesgrenze“ erstreckt sich auf 200 Hektar links und rechts der Grenze. Hohes Schilfgras, Moorbirken, Totholz sowie morastiger Untergrund und Auwald bestimmen den Blick in die Bistaue. Auch an heißen Tagen kann der Weg gewandert werden, da er fast ausnahmslos im schattigen Wald verläuft.
Unterwegs begegnet mir eine Wandergruppe aus dem französischen Creutzwald. Es entstehen Erinnerungsfotos. Mountainbiker, Jogger und Wanderer mit Hund treffe ich ebenfalls. Mit Dieter Jung, der sein Leben immer in der Nähe der Grenze verbracht hat, werde ich mich in den nächsten Tagen treffen.

Mein GPS-Track zeigt mir unterwegs, dass ein schmaler Pfad vom Hauptweg Richtung Bist führt. Wenig später stehe ich auf einer relativ breiten Brücke über die Bist. Bis 1961 fuhr hier ein elektrischer Triebwagen der Eisenbahngesellschaft von Saarlouis über Altforweiler, Berus-Sand, Bisten und Überherrn bis ins französische Creutzwald.
An der Schmuggelbud in Creutzwald, unmittelbar an der Grenze, endet unsere Wanderung. Das Cafè-Restaurant steht auf deutschem Boden ist allerdings nur von Creutzwald mit dem Auto erreichbar.
